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Steckbrief

Ohne Fleiß kein Preis!

Tugce Göksel-Aciksöz
Zwei Maenner mit Frau in ihrer Mitte

v.l.n.r.: Falk Sommer, Herausgeber Spektrum der Dialyse, Dr. rer. medic. Tugce Göksel-Aciksöz und Prof. Dr. med. Helmut Mann, Interneph, Aachen © Verband Deutsche Nierenzentren (DN) e.V.

Tugce Göksel-Aciksöz studierte zunächst Informatik in Istanbul und hat anschließend den internationalen Masterstudiengang Biomedical Engineering an der medizinischen Fakultät der RWTH Aachen absolviert. Die 31-Jährige hat kürzlich ihre Doktorarbeit über einen Vergleich der Geometrie und Membraneigenschaften bei Dialysatoren, Berechnungen der Dialysedosis sowie von kinetischen Parametern im Verlauf von unterschiedlichen Dialysetherapien verfasst. Die gebürtige Istanbulerin wurde 2016 für ihre Dissertation vom Verband Deutsche Nierenzentren e.V. mit dem Georg Haas-Preis ausgezeichnet.

Wenn Sie morgens die Zeitung aufschlagen, was lesen Sie zuerst?

Zurzeit bin ich auf Jobsuche, daher lese ich zunächst die neu veröffentlichten Stellenanzeigen. Sonst generell was in der Welt momentan passiert. Außerdem lese ich gerne gesundheits- und ernährungsrelevante Themen. Dazu noch wichtige aktuelle Studienergebnisse, die in den Zeitungen publiziert worden sind.

Die Dialyse in 20 Jahren…

wird einen großen Zuwachs erfahren, da die Menschen immer älter und auch mehr Menschen aufgrund von Blutdruck- und Diabeteserkrankungen dialysepflichtig werden. Durch besseres Training können zum Beispiel junge Patienten selbst die Dialyse durchführen. Vielleicht können mobile Dialysestationen an den Raststätten auf der Autobahn oder an Tankstellen eingesetzt werden.

Was ist Ihre größte Stärke?

Schnelle Motivationsfähigkeit und Durchsetzungsvermögen.

Was ist Ihre größte Schwäche?

Ich bin leider emotional und aufgeregt.

Wenn Sie dialysepflichtig wären, was würden Sie als größte Herausforderung im Umgang mit der Erkrankung und Therapie ansehen?

Meine Freiheit wäre begrenzt. Egal ob die Therapie zuhause oder im Zentrum durchgeführt würde, wäre es eine psychologische Belastung, von dem Verfahren abhängig zu sein.

Wann sind Sie mit sich zufrieden?

Niemals, weil ich immer eine bessere Leistung erbringen möchte. Allerdings freue ich mich sehr über ehrliches und regelmäßiges Feedback von meinen Vorgesetzten. Auf diese Weise erfahre ich, was gut war und wo ich mich noch verbessern muss.

Was spornt Sie an bei Ihrer Tätigkeit?

Meine definierten Ziele zu erreichen. Die Möglichkeit, auf eine unbeantwortete Frage durch Recherchieren oder über Kontakte Antworten zu finden.

Was war Ihr größter Erfolg?

Ich bin sehr froh, dass ich meinen Doktortitel erlangen konnte. Ich denke aber, dass es immer weitergeht und weitere Herausforderungen und spannende Projekte auf mich warten.

Das größte Rätsel in der Dialyse…

ist die Frage, wie sich deren Leistung am besten der reellen Nierenleistung annähern lässt.

Haben Sie Vorbilder?

Eine bestimmte Person habe ich nicht als Vorbild. Aber Menschen, die Selbstdisziplin haben, das Leben der anderen für wichtig halten und eine gemeinsame Verbesserung erzielen, finde ich sozial und menschlich. Ich respektiere solche Pioniere sehr.

Wie kann man Sie zum Lachen bringen?

Wenn einer über sich selbst Witze macht, lache ich sehr viel. Ich bin auch ein Mensch, der die ganze Zeit über sich selbst Witze macht. Das zeigt mir auch, dass diese Person offen und zufrieden ist, kein großes Ego hat und nicht nur sich selbst, sondern auch andere Menschen mag. Mit solchen Menschen kann ich sehr gut umgehen und arbeiten.

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