Anzeige

Pflege

Anzeige

Dialyse­shunt­punk­tion unter sono­gra­fischer Sicht

Hilf­reich und diagnos­tisch weg­weisend

Eine Dialysefistel ist mit Erfahrung und „Fingerspitzengefühl“ in der Regel ohne Probleme punktierbar. Idealerweise lässt sich mit einer guten Shuntpunktionstechnik die Dialysenadel anatomisch korrekt platzieren. Es gilt zu vermeiden, dass durch Fehlpunktion oder nicht optimale Lokalisation der Nadel Schäden wie Punktionshämatome, AV-Fisteln, „falsche Aneurysmen“ oder sonstige unerwünschte Pathologika wie Schalenthromben oder Dissektionen entstehen. Durch eine möglichst atraumatische Punktionstechnik werden das Shuntgefäß und die endotheliale Auskleidung geschont und die Prognose des Dialyseshunts verbessert, insbesondere thrombotische Komplikationen vermieden.

Ultraschallgeraet zeigt den Weg der Nadel in der Ader

Abb. 1 Ultraschallgestützte Punktion eines Shuntgefäßes mittels Vscan © GE Healthcare

Neue Herausforderungen

Der Dialysepatient wird zunehmend älter. Dies korreliert mit erkennbar schwierigeren Fistelgegebenheiten. Die Punktion wird in der Folge sklerotischer Gefäßveränderungen und anatomisch atypisch verlaufender Shunts aus unserer Erfahrung erkennbar anspruchsvoller.
Unter Wertung dieser Limitationen ist es sinnvoll, die klinische Beurteilung eines Dialyseshunts um eine sonografische Bildgebung zu erweitern.

Der Ultraschall des Shuntgefäßes, im Bedarfsfall auch eine Shuntpunktion unter sonografischer Sicht, trägt nicht nur dazu bei, komplexe Shunts zielsicher zu punktieren, sondern ermöglicht es, Pathologien frühzeitig zu erkennen und gegebenenfalls gefäßchirurgische oder radiologisch-interventionelle Schritte im Vorfeld sich manifestierender Komplikationen präventiv zu veranlassen.

Anforderungen an Ultraschallsysteme in der Dialyse

Ein Ultraschallsystem, das sich in diesem Setting sinnvoll einsetzen lässt, muss daher mobil, d.h. klein und flexibel einsetzbar sein, aber dennoch eine qualitativ hochwertige Bildgebung bieten.
Die B-Bild-Sonografie beurteilt Shuntverlauf, zeigt Pathologien wie Schalenthromben oder sonstige thrombotische Komplikationen, soll heißen: verlässliche Bildinformationen sind gefragt. Des Weiteren ist der Farbduplex ein wichtiges Tool zur Beurteilung von Fluss-Auffälligkeiten, z.B. Stenosen, Shuntverschluss etc.

Neben einer ganzen Reihe von Ultraschall-Geräten, die von unterschiedlichen Herstellern angeboten werden, steht mit dem „Vscan“ von GE Healthcare ein System zur Verfügung, das sich mit diesem Anforderungsprofil trifft. Der Schallkopf enthält zwei Sonden: Neben dem Linearscan, der für die Shuntsonografie bestens geeignet erscheint, ist eine Sektorsonde in den Doppelschallkopf integriert, eine gut geeignete Applikation für die Fragestellung „Volumenstatus“ des Dialysepatienten: Darstellung von V. cava inf. und Lebervenen zur Beurteilung der Frage „Überwässerung“, Nachweis respektive Ausschluss von Perikard- oder Pleuraergüssen.

Der Probelauf dieses kleinen, wendigen und überaus leistungsfähigen Systems hat in unserer Dialyseroutine hervorragende Ergebnisse gezeigt. Die Flexibilität des „Taschengeräts“ bietet dem Dialysedienst eine zuverlässige und zeiteffektive Punktionshilfe. Das Gerät ist einfach zu bedienen. Die einstellbaren Parameter sind auf ein an den Dialysealltag adaptiertes Maß angepasst. Somit lässt sich Erfahrung in fingerspitzen-gesteuerter Shuntpunktion und klinischer Einschätzung möglicher Shuntpathologien sinnvoll um eine ergänzende sonografische Bildgebung erweitern – alles mit dem Ziel eines optimalen Punktionsmanagements, vor allem auch unter dem Aspekt, Komplikationen frühzeitig zu erkennen und behandlungswürdige Pathologika zeitgerecht einer Intervention zuzuführen.

Anfuehrungszeichen

Schließlich ist der Shunt die Lebensader des Dialysepatienten schlechthin und hat gerade deshalb höchste Priorität.

 

Das Vscan System hat sich insbesondere auch in der Hand des pflegerischen Dialysepersonals als wichtiges Tool zur Shuntbeurteilung und sonografisch gesteuerten Shuntpunktion gezeigt.

[mashshare]